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24.04.2012 

 

 

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Elisabeth Paula Bachmann: Letta
Die schuldlose Schuld

 

Inhalt

Lettas Mutter fand nach dem Tod ihrer Tochter Briefe, in denen diese ihre Seele offenlegte.
Als Letta diese Zeilen schrieb, war sie 14 Jahre alt.

Wie kann ich diese lähmende Angst von mir selbst abschütteln - lieber Gott, lass mich wieder blind sein, nimm mir den Verstand. Du warst doch immer gnädig zu mir, ja, du hast mich vielleicht ein wenig geliebt. Früher, da konnte ich den Ekel vor mir selbst noch verstecken, konnte den Feind unter dem Schleier meiner Blindheit abdämpfen, konnte mir noch dumme Illusionen vorgaukeln, konnte mich ein wenig an meinen Energien erfreuen und mich mit Macht bereichern. Das waren die einzigen Mittel, mir noch ein wenig Achtung vor mir selbst zu geben. Jetzt habe ich auch diese nicht mehr. Ich sehe mein dreckiges Gesicht im Spiegel von Tag zu Tag mehr verschrumpeln - es flößt mir Grauen und Gruseln ein. Ich habe Angst, wenn es mir mehr und mehr dreckig grinsend meine Lügen, meine Gemeinheiten zeigt - wie ich mich hasse. Ich möchte weglaufen vor mir selbst - weit, sehr sehr weit. Ich will hier nicht alt werden, aber ich bin ja schon alt. Ich bin eine alte Frau.

Der Lektor dieses Buches, Plym Pahl, war ein nicht unbekannter Drehbuchautor und Schwiegersohn des Staatsschauspielers Ernst Fritz Fürbringer, Lettas Mutter dessen Schülerin.
Nach der Eheschließung  mit Lettas Vater war ihr ein Durchbruch beim Theater verschlossen geblieben. Die Ehe wurde geschieden. Die tragische Fehlentwicklung von Letta begann, die sie zum Opfer machte.

 

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Autorenporträt

Elisabeth Paula Bachmann ist Schauspielerin und arbeitete mit Plym Pahl.

 

 

 

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Pressestimme

Stadtbibliothek Reutlingen, April 2008:
Im Stil von Regieanweisungen wird hier das Schicksal von Letta, einer vom Stiefvater missbrauchten jungen Frau und deren Mutter geschildert. So heißt es am Anfang etwa: "Das Zimmer eines jungen Mädchens: Letta. Sie ist offensichtlich kein Teenager im üblichen Sinne. Wir entdecken keine Poster von Pop-Idolen an den Wänden, kein Anzeichen einer Rocker- oder Punkmentalität. Stattdessen Drucke von Feininger...". Oder wenig später:
"In einem Sessel sitzt eine Frau um die vierzig: Bernarda Bosch. Eine gut aussehende, ja man kann sagen eine schöne Frau."
Letta geht von zuhause fort, um in Paris zu studieren. Ihrer Mutter spielt sie ein gutes, geordnetes Leben vor. Immer wieder gibt es dramatische Situationen, sowohl in Lettas als auch in Bernardas Leben. Die Sorge um die Tochter zermürben Bernarda, das "Klammern" der Mutter die Tochter. Schließlich sieht Letta keinen anderen Weg mehr als den Suizid.
Ein zweiter Teil beinhaltet das "Gespräch einer Mutter mit ihrer verstorbenen Tochter". Den ganzen Artikel finden Sie hier.

Reutlinger General Anzeiger, 3. Dezember 2007:
Bachmann_L.

http://lichtstrahlen.opfernetz.de August 2007:
Uns gefiel das Buch sehr gut. Eine Mutter hält zu ihrer Tochter als sie erfährt, dass ihr Lebensgefährte sie als Kind missbrauchte. Aber die Tochter hält das alles nicht aus und begeht Selbstmordversuche. Es ist ein sehr gutes Buch, wo ohne Scham alles geschrieben wird. Sehr empfehlenswert.
Ganzen Artikel lesen.

ZDF, 14. Juni 2007:
Der Roman könnte eine Basis für einen Film sein. Der Stoff ist unverbraucht, spannend zu lesen und löst Emotionen aus: Mitleid mit der betrogenen Bernarda und der sich quälenden, pubertierenden Letta, Ärger über den verantwortungslosen und ausnutzenden Kappler, Hoffnung auf ein glückliches, unbelastetes und bereinigtes Mutter-Tochter-Verhältnis. Die Geschichte geht besonders auf Grund von Lettas ungewöhnlich reifen Beschreibung ihres Gefühlslebens, die sich nicht nur verbal, sondern auch in ihren Briefen äußert, in die Tiefe.

Saarbrücker Zeitung, 30. Mai 2007:
Homburger Autorin schreibt bewegte Geschichte einer Kindheit. Ganzen Artikel lesen.

 

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Leserstimmen

 

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