Der Vater Jude, die Mutter Arierin – das konnte Schlimmstes bedeuten. Medizinprofessor Gross bringt es fertig, mit distanziertem Blick in seinem Leben wie in einem Album zu blättern: Jugend und Elternhaus während der Zeit des Nationalsozialismus, Landarbeit statt Studium, Arbeitslager, schließlich, nicht frei von ganz bestimmten Stolpersteinen, der Weg zum Erfolg.
Wolff Gross wurde 1926 in Kolberg, Ostpommern geboren. Er studierte Medizin in Kiel und arbeitete zunächst an der dortigen Medizinischen Klinik und am Institut für Physiologische Chemie.
Ab 1956 war er in Würzburg tätig, zunächst als Leiter des Hauptlabors der Medizinischen Klinik, später in der Medizinischen Poliklinik und als Professor für Innere Medizin.
16 Jahre lang war Professor Gross Delegierter der Bayerischen Landesärztekammer und vier Jahre deren Vorstand.
Die Liste seiner Publikationen umfasst rund 150 Arbeiten.
... Medizinprofessor Gross bringt es fertig, mit distanziertem Blick in seinem Leben wie in einem Album zu blättern
Main-Post Nr. 84, 11. April 2002:
... Der Sohn einer Christin und eines Juden erinnert sich....Als Motiv, seine Lebensgeschichte zu publizieren, nennt Wolff Gross den Wunsch, sich gegen Gedankenlosigkeit und für Verständigung einzusetzen.