In »Paster seiner« erzählt Klaus Gaedicke von seiner Kindheit und Jugend in Zernitz in der Ostprignitz. Anschaulich schildert er eine von Kinderspielen, Streichen, großen und kleinen Abenteuern erfüllte Welt. Vom Vater wird die Begeisterung für die – in unmittelbarer Nähe fahrende – Eisenbahn geweckt. Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, bleibt auch Zernitz nicht verschont und der Vater wird Soldat. Einquartierung von Flüchtlingen, Zerstörungen im Dorf, Besatzung durch russische Soldaten bedeuten einen tiefen Einschnitt im Leben des Achtjährigen.
Der Autor versteht es, geschichtliche Ereignisse und Entwicklungen in Verbindung mit seiner eigenen Lebensgeschichte sowohl humorvoll als auch mit kritischer Distanz zu vermitteln. Klaus Gaedicke, Olympia-Jahrgang 1936, ist aufgewachsen in der Mark Brandenburg, in einer lutherisch-protestantischen Familie im politischen Umfeld zweier Sozialismen, des National-Sozialismus und des DDR-Sozialismus. In Ost-Berlin Ausbildung zum Gärtner, im hanseatischen Hamburg kaufmännisch geformt als Vertreter, Grossist und Partikulier. Seit 1961 ist Klaus Gaedicke in der Hansestadt mit einer Wandsbekerin verheiratet, seit 2000 Autor.