"Liebe Halina ..." So beginnt Ellen die Briefe an eine junge Frau, von deren Existenz sie erst kurz nach dem Tode ihres Ehemannes erfährt. Dass Alex, mit dem sie viele Jahre glücklich verheiratet war, der Vater dieser Unbekannten aus dem fernen Kanada sein soll, ist für die Witwe zunächst unfassbar, doch schon bald entsteht ein reger Schriftverkehr zwischen den beiden Frauen. Die jüngere bittet die ältere, ihr mehr über den bisher unbekannten Vater zu erzählen. Ellen erfüllt diesen Wunsch gern und schildert den Verstorbenen mit all seinen Stärken und Schwächen und nicht als einen "Heiligen", wie ihn die Tochter gerne sähe. Die Beschäftigung mit der Vergangenheit und die Rückbesinnung auf ihren Mann helfen Ellen, die Trauer um ihn besser zu bewältigen. Am Ende führt Halinas Existenz zu einer bereichernden Familienerweiterung und zu neuem Lebensmut bei der Hinterbliebenen. "Liebe Halina" ist eine eindrucksvolle Erzählung, die zeigt, wie wichtig das Wissen um die eigene Identität, die Wurzeln der Herkunft, ist.
Freya Meincke wurde 1941 in Berlin geboren. Sie wuchs in der Nähe von Hamburg auf und absolvierte dort eine Buchhändlerlehre. Seit ihrer Jugend hat sie Freude am Schreiben und am Erfinden von Geschichten. Während einer vornehmlich der Familie zugewandten Lebensphase musste diese Freude vorübergehend zurücktreten. Nun kann sie ihrer Lust am Erzählen, ihrem Interesse am Beobachten von Beziehungen und Verhaltensweisen und dem Bedürfnis zu schreiben wieder verstärkt nachkommen.
www.lichtstrahlen-oldenburg.de, September 2011 Das Buch hatte mich sehr berührt und gleichzeitig konnte man es auch nicht mehr aus der Hand legen, weil es einfühlsam war. Eine Beschreibung und eine Zusammenführung einer Familie. Eine Erzählung über eine schwierige Situation die aber in diesem Buch gut beschrieben wird mit einfühlsamen Worten. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.