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Leseprobe (Buchseite 10, 32, 66, 71)
Für DICH (Intensivstation 2002) Du, der du mich liebst Mir Halt und Zuversicht gibst Meine Wege begleitest Ein sorgenfreies Hier bestreitest. Du, der du unbarmherzig im Zorn In mich bohrst den giftigen Dorn Der mich fast verbluten lässt – Dennoch halte ich fest. Du, um den ich so viel geweint Und trotzdem innig vereint, Da du eine Zärtlichkeit bist Und alles, was in mir ist. Du, ein Nichts werde ich sein Am Ende ... unsäglich allein.
Bushtrommeln (2002/2003) Wieder kommt da ein Besessner Spielt sich auf als Weltverbessrer. Von jeher war die Führung schlecht, Wenn die Motive gar nicht echt. Regierungen von Macht besessen Volkes Willen gern vergessen – Mit Tücke sich ein Feindbild schaffen, Um zu vermarkten ihre Waffen, Begehrlich auf der Lauer liegen Öl in eigne Hand zu kriegen. Der Dollar zählt, das Herze lacht Wo »Gold« fließt, liegt totale Macht. Jedwedes Mittel angenehm: Im Morden sieht man kein Problem. Nachtrag Das Schrecknis hat nun begonnen Erbärmliches Sterben, sinnloser Tod; Was bleibt, wenn dieser Krieg gewonnen Rachsucht und ... Geschöpfe in Not.
Kerzen zum Advent Ein Licht für Menschen, die vom Terror gepeinigt Das Innerste trostlos, die Seele gesteinigt – Das bittere Trauma kaum zu ertragen Die Wege bedeckt mit unlösbaren Fragen ... Ein Kerzlein für die vom Kriege geschunden Bombenhagel, die Körper voll Wunden Heimatvertrieben in Elend und Not Einsam, verlassen – ohn jedwedes Brot ... Ein Leuchten der Kreatur, die geplagt Den Wesen, denen man Liebe versagt, Das Tier, das geschlagen und gequält Für all diese Narben – ungezählt ... Ein Lichtschein den Träumen, die ewig währen Zukunft verheißen, Freude bescheren; Dank dem Lachen und hilfreichen Händen Die leidvolle Stunden zum Guten wenden ... So flackert es in die dunkle Nacht Auf dass ein Funke Hoffnung erwacht ...
Vision Der Abschied fiel dir nicht schwer Leichten Herzens bist du gegangen Der Menschheit Tun erregte dich sehr ... Mich wolltest du im All einfangen. Du sagtest: »Stell dir einmal vor, Wir werden auf einer Wolke sitzen Oder schweben durch das Himmelstor Sehen die goldnen Sterne blitzen. Es gibt keine Waffen und Krieger Friede auf selige Ewigkeit Niemals mehr Gewinner, Verlierer Tränen versiegt, erloschen das Leid. Sei tapfer, weine nicht, mein Kind Genieße dein Dasein auf Erden Im Nu die kostbare Zeit verrinnt – Bis wir erneut vereint sein werden.«
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