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23.04.2012 

 

 

 TRIGA - Der Verlag Gerlinde Heß

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Dubberké, Gisela Edith: Die Straße des Lebens – steinig und faszinierend
Lyrik in klassischem Versmaß. LICHTpunkte – Band 59
mit zahlreichen Fotographien

 

Leseprobe (Buchseite 10, 32, 66, 71)

Für DICH (Intensivstation 2002)
Du, der du mich liebst
Mir Halt und Zuversicht gibst
Meine Wege begleitest
Ein sorgenfreies Hier bestreitest.
Du, der du unbarmherzig im Zorn
In mich bohrst den giftigen Dorn
Der mich fast verbluten lässt –
Dennoch halte ich fest.
Du, um den ich so viel geweint
Und trotzdem innig vereint,
Da du eine Zärtlichkeit bist
Und alles, was in mir ist.
Du, ein Nichts werde ich sein
Am Ende ... unsäglich allein.

 

 

Bushtrommeln (2002/2003)
Wieder kommt da ein Besessner
Spielt sich auf als Weltverbessrer.
Von jeher war die Führung schlecht,
Wenn die Motive gar nicht echt.
Regierungen von Macht besessen
Volkes Willen gern vergessen –
Mit Tücke sich ein Feindbild schaffen,
Um zu vermarkten ihre Waffen,
Begehrlich auf der Lauer liegen
Öl in eigne Hand zu kriegen.
Der Dollar zählt, das Herze lacht
Wo »Gold« fließt, liegt totale Macht.
Jedwedes Mittel angenehm:
Im Morden sieht man kein Problem.
Nachtrag
Das Schrecknis hat nun begonnen
Erbärmliches Sterben, sinnloser Tod;
Was bleibt, wenn dieser Krieg gewonnen
Rachsucht und ... Geschöpfe in Not.

 

 

Kerzen zum Advent
Ein Licht für Menschen, die vom Terror gepeinigt
Das Innerste trostlos, die Seele gesteinigt –
Das bittere Trauma kaum zu ertragen
Die Wege bedeckt mit unlösbaren Fragen ...
Ein Kerzlein für die vom Kriege geschunden
Bombenhagel, die Körper voll Wunden
Heimatvertrieben in Elend und Not
Einsam, verlassen – ohn jedwedes Brot ...
Ein Leuchten der Kreatur, die geplagt
Den Wesen, denen man Liebe versagt,
Das Tier, das geschlagen und gequält
Für all diese Narben – ungezählt ...
Ein Lichtschein den Träumen, die ewig währen
Zukunft verheißen, Freude bescheren;
Dank dem Lachen und hilfreichen Händen
Die leidvolle Stunden zum Guten wenden ...
So flackert es in die dunkle Nacht
Auf dass ein Funke Hoffnung erwacht ...

 

 

Vision
Der Abschied fiel dir nicht schwer
Leichten Herzens bist du gegangen
Der Menschheit Tun erregte dich sehr ...
Mich wolltest du im All einfangen.
Du sagtest: »Stell dir einmal vor,
Wir werden auf einer Wolke sitzen
Oder schweben durch das Himmelstor
Sehen die goldnen Sterne blitzen.
Es gibt keine Waffen und Krieger
Friede auf selige Ewigkeit
Niemals mehr Gewinner, Verlierer
Tränen versiegt, erloschen das Leid.
Sei tapfer, weine nicht, mein Kind
Genieße dein Dasein auf Erden
Im Nu die kostbare Zeit verrinnt –
Bis wir erneut vereint sein werden.«
 

 

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