am rande des flusses begegneten wir uns. sie war nackt!
ihre stimme war nackt wie ein schmerzloser schrei nach leben. ihre worte fielen ins wasser und ich traute mich nicht ihnen nachzuspringen. sogar ihre augen waren nackt denn es wurde mir kalt.
nur ihr abendkleid stand dezent zwischen uns wie eine nackte mauer.
Der Deutsch-Rumäne Werner Göbl, geboren am 5.4.1962 in Tschakowa/Banat, lebt – von seiner Familie getrennt – in der kleinen Stadt Lohr am Main. Nach mehreren Lebenskrisen hat er seinen Weg – in dieser Welt – als Dichter gefunden. Im Debüt-Buch mit der liebe kam auch der frühling stellt er – stillschweigend – den Lesern eine schwierige Frage: Krieg oder Liebe? Denn so wie der Krieg alle Brücken zwischen den Menschen zerstört, ist es nach seiner Auffassung die Aufgabe und der Sinn der Liebe, Brücken zu bauen. Schwerwiegend sind für ihn die seelischen und geistigen Brücken. Das nächste Buch, das er vorbereitet, rhapsodie in lebendigen farben, ist seine persönliche Antwort auf diese Frage.
Main-Echo Freizeitmagazin 7plus, Nummer 17, 7.5.-13.5.2004: ... Göbls Debüt ist gerade des Verzichts auf starke Worte wegen lesens- und liebenswert - und eine schöne Erfindung der zeitgenössischen Literatur.
Main Post Lohr/Main, 23.04.2004: ...Dem Leser erscheinen seine Werke mitten aus dem leben gegriffen. Sie regen an zum Nachdenken und zum lesen zwischen den Zeilen. ... In Arbeit ist der 18. Gedichtband “Dichter sind auch nur Menschen”.