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22.04.2014 

 

 

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Beate van Nek-Harsche: Augenglanz

 

Leseprobe (Buchseiten 52 - 54)

… Ich erinnerte mich an den Rosengarten, die Villa und die restlichen Türen, durch die ich, neugierig wie ich bin, auch noch gern schauen wollte. So nahm ich denn auf einmal um mich herum die Begrenzun-gen des Raumes wahr und huschte schnell wieder hinaus auf den Gang. Es blieben noch zwei Türen übrig. Die nächste trug violette Rosen, die letzte aber zog mich beinahe magisch an. Sie war größer als alle anderen und leuchtete. Auf mattgoldenem Untergrund schimmerten el-fenbeinfarbene Rosen. Sie wirkten sehr echt. Da wollte ich als Nächstes schauen, aber zu meiner großen Verwunderung war die Tür verschlossen. Enttäuscht versuchte ich es nun bei der violetten sechsten Tür, die sich leicht öffnen ließ.
Ich trat in einen großen weitläufigen Raum. An den Fenstern hingen dunkelviolette samtene Vorhänge und edle Teppiche dämpften die Schritte. Als ich aus den Fenstern in den Garten schaute, entdeckte ich dort einen See, auf dem die herrlichsten Seerosen wuchsen. Innen im Raum war es zwar heimelig, aber es gab nichts Besonderes zu sehen. Als ich schon wieder gehen wollte, entdeckte ich eine weitere Tür, die nicht zum Gang führte und die mir vorher nicht aufgefallen war. Sie war drapiert mit dem gleichen samtenen Stoff aus dem auch die Vorhänge an den Fenstern waren. Die Tür war sehr, sehr groß und hoch und hatte zwei Flügel. Das dunkle Holz, aus dem sie gemacht war, glänzte, und ich erkannte kunstvolle Schnitzereien. Oben auf dem Türrahmen war die bemerkenswerteste Schnitzerei: ein fliegender Vogel. Als ich so vor der Tür stand und mein Blick auf diesen Vogel fiel, da wusste ich, dass dies eine besondere Tür war. Es war die Tür zu meinem Ich.
Die Tür war geschlossen. Natürlich wollte ich eintreten, zumal es mir schien als fiele goldenes Licht durch die Türspalten. Leider hatte die Tür keine Klinke. Überall suchte ich nach einem Griff oder vielleicht einem Knopf, der einen Öffnungsmechanismus auslösen könnte, aber nichts von alledem. Die Tür war zu und blieb zu. Ich setzte mich auf den herrlich weichen Teppich vor der Tür, machte es mir in meiner Position bequem und betrachtete in aller Ruhe die Tür. Natürlich hoffte ich auf einen erleuchtenden Einfall, der es mir möglich machen würde, durch meine Tür zu gehen. Ich entspannte mich. Mein Atem floss langsamer und ruhiger und beruhigte meinen Geist bis ich nicht mehr die Tür wahrnahm, sondern nur noch ihre Farbe und letztendlich nicht mehr Farbe, sondern stillen Duft. Da war ich --- wer kann sagen, wie es geschah? --- nicht mehr vor der Tür, sondern auf der anderen Seite…

 

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