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Inhalt
Erotik des Alters – ein Tabu, meist totgeschwiegen, aber doch lebendige Realität: Aus zufälligen Begebenheiten wird eine Liebesbeziehung voll Leidenschaft zu einer sehr jungen Frau, die der „Alte” mit allen Stationen ihres gemeinsamen turbulenten Weges seinem Tagebuch anvertraut. Nachdenklich ironische Reflexionen verbinden sich mit einem sinnenfrohen Universum humaner Weltsicht und fordern mit dem erotischen Reigen seiner eigenen wilden Vita verkrustete Vorstellungen heraus.
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Presseinfo
Wenn die Realwelt eines Mannes vornehmlich aus Inspiration und Reflexion besteht, sein Universum aus Geist und Eros, dann ist das allenfalls interessant, aber nicht außergewöhnlich. Wenn jedoch dieser Mann alt ist, seine Geliebte sehr jung und er seine letzte große Liebe akribisch in einem Tagebuch festhält, dann sprengt dies den Rahmen des Gewohnten und wird hochinteressant.
Der Autor über sein Buch:
Der Anstoß, aus der Sicht eines Jüngeren über die Erlebniswelt der älteren Generation zu schreiben, kam mir von Susanna Tamaros „Geh, wohin dein Herz dich trägt”. Dabei ging es mir weniger darum, die unterschiedlichen Standpunkte in der Generationenfolge herauszustellen, sondern im Verlauf meiner psychologischen Arbeit hatte ich mich soweit in diese facettenreiche Problematik der „Alten” eingelebt, dass sich das Bedürfnis geradezu aufdrängte, meine Ansichten schriftlich zu fixieren, und sie gewissermaßen damit unwiderruflich zu machen. In die zentrale Romanfigur des „Alten” sind aus dem persönlichen Umfeld im Entstehen des Buches sehr unterschiedliche Persönlichkeitsstrukturen mit all ihren Zweifeln und Ängsten in ihren intimen seelischen Bereichen zusammengeflossen und lassen das Tagebuch der Romanfigur vordergründig als erotisches Skriptum erscheinen. Aber es ist auch ein erhebliches Potential von Protest von meiner Seite hinzugekommen, einfach aus der Erfahrung heraus, wie sehr unsere abendländische Moral noch befrachtet ist mit überholten Vorstellungen und Vorurteilen, von denen sich der Ferne Osten schon vor Jahrhunderten befreit hat. Bei langjährigen Aufenthalten in jenen Ländern konnte ich mir darüber Gewissheit verschaffen, von denen ich auch in einigen Kapiteln des Buches gesprochen habe. Mein Roman bedeutet für mich also auch einen Appell an großzügigeres und liberaleres Denken in unserem Umfeld, das meines Erachtens viele Irritationen zwischen Alt und Jung vermeiden ließe und ganz allgemein zu natürlicheren Auffassungen bezüglich Sexus und Eros führen könnte.
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