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Inhalt
Bei der Bebauung zweier Nachbargrundstücke wird die Unglückszahl 13 als Hausnummer abergläubisch abgelehnt, so dass auf die 11 nun die 15 folgt. Damit schlummert die 13 unheilsschwanger in der Grenze, bis sie eines Tages als krimineller Amoklauf mordschnaubend und zerstörerisch hervorbricht. Und nun schließen sich für die Opfer in dramatischen Kapiteln Alkoholismus, Polizeieinsatz, psychotherapeutische Experimente, Freigängertum und Justizkapriolen in so konzentrierter Folge an, dass der Leser spürt: Das ist die ungeschminkte Realität. Zur gleichen Zeit und in diametraler Nachbarschaft vollzieht sich ein Aufsehen erregender Bauskandal, der den Wohnfrieden von der anderen Seite her torpediert.
Eine Rekordwelle von Ausbrüchen aus hessischen Vollzugsanstalten läuft mit dem konkret-familiären Fall parallel und zeigt den beiden betroffenen Pädagogen als typisches Zeitkolorit, dass in der Justiz mit dem so genannten modernen Strafvollzug offenbar dieselben Fehler gemacht werden wie mit der antiautoritären Erziehung in der Pädagogik. Wann endlich und wie, Deutschland, kannst du dich von deiner unseligen Vergangenheit befreien? Immer nur mit gegenteiligen Extremen?
Trotzdem, die Lebenserfahrungen einer friedfertigen Familie in der deutschen Nachkriegszeit sind zwar satirisch gefärbt, aber – trotz bitterer Erkenntnisse – humoristisch überhöht, soweit es die Geschehnisse nur zulassen. Denn am Ende dominiert doch die Schiller’sche Lebensweisheit: »Tue Recht und scheue keinen!«
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Pressestimmen
Buchtipp der Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen, 4. September 2002:
... Zu den Qualitäten des Niester Autors Harald Ludolph gehört eine scharfsinnige Erfassung der Dinge des Lebens, die er dann aber mit viel historisch-gesellschaftlichem Wissen unterbaut und mit ironischem Gewand umgibt. Inspiriert wurden diese pointierten Geschichten um nachbarliche Streitigkeiten, Bürgerinitiativen usw. von Eigenerfahrung, aber auch von HNA-Zeitungsmeldungen zwischen 1963 und 2000. „Wo kritische Stimmen schweigen, hat der Irrsinn freie Hand“, meinte Ludolph einmal. Diese bitteren und bittersüßen Satiren gebieten letzten Einhalt.
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