In phantasievollen Träumen lebt Ernst ein aufregendes Leben. Als Junge schwärmt er für die Dressurreiterin des Zirkus Stella. Viele Jahre vergehen. Jahre der ersten Liebe, Kriegsjahre, Jahre im Beruf als Beamter, Familienjahre mit Ehefrau und Sohn. Dann, eines Tages, trifft Ernst seine Zirkusreiterin wieder. Deren exotisch-attraktive Tochter bringt seine Träume und sein Leben in Aufruhr. Gekonnt und einfühlsam weiß der Autor in zwei Erzählsträngen den Kontrast von bürgerlichem Leben und buntem Zirkusgeschehen darzustellen. Ein lebensvoller Roman.
Rudi Schillings, 1925 in Trier geboren und in der Moselstadt aufgewachsen, verstarb 2003. Zunächst war er bekannt als Glasmaler, Maler und Illustrator. Viele Jahre war er im Schuldienst als Kunsterzieher tätig. Aber auch dem Schreiben, das er während der Gefangenschaft als Verfasser von Gedichten begann, hat er sich begeistert gewidmet.
... eing ganz besonderes »Bild-Buch« ..... Vor zwölf Jahren entstand das aussagekräftige Bild in seinem Atelier; das Zirkusthema zieht den Betrachter sofort in seinen Bann. Die dargestellte Zirkusmanege, belebt durch einen seiltanzenden Weißclown und einen Rappenhengst mit anmutiger Reiterin, scheint dem Betrachter eine ausufernde Geschichte erzählen zu wollen. Zu Papier gebracht, zieht das »wortgewordene Gemälde« seinen Leser schon nach der ersten Seite in seinen Bann. Es gibt Bücher, die will und kann man nicht aus der Hand legen, und ein solches Buch ist »Ernst der Träumer«.
Ob es ein Happy-End gibt, wird jede Leseratte mit Vergnügen herausfinden und bemerken, dass nicht nur das Buch im Bild, sondern auch das Bild im Buch versteckt ist.