»Die Gedanken eines Narren sind nicht so sinnlos wie die eines Menschen, der seine Vergangenheit bereut.« Oskar, gerade mal 15 und die Schule abgeschlossen, hat keine genauen Vorstellungen über seine berufliche Zukunft: Etwas Außergewöhnliches soll es sein, Schriftsteller oder gar Filmstar. Seine Mutter schlägt den Besuch eines katholischen Knabenheims vor, in dem er eine Lehre beginnen soll. Der Alltag dort ist geprägt von den Regeln der christlichen Bruderschaft. Hier erlebt er die Fußballweltmeisterschaft 1954 und den tragischen Unfall seines Lehrmeisters, sammelt erste Erfahrungen im Theaterspiel. Ein Fluchtversuch misslingt. Nach seiner Entlassung aus dem Heim wagt Oskar den Schritt in die berufliche Selbstständigkeit. Der Alkohol wird zu seinem ständigen Begleiter. Kann er aus eigener Kraft seinem Leben eine neue Richtung geben? Rudolf Vismara öffnet authentisch und eindringlich Einblicke in Oskars Suche nach Orientierung, nach einem Halt auf seinem Weg zum Erwachsenwerden. Ein bewegender, unter die Haut gehender Roman.
Rudolf Vismara wurde 1938 in Zürich geboren und lebt heute noch dort. Er übte verschiedene Berufe aus, so restaurierte er antike Möbel, handelte mit Trödel und mit Eisenwaren, versuchte sich in Sozialarbeit wie auch in der bildenden Kunst, schrieb Gedichte und Theaterstücke, bei denen er teilweise Regie führte. Später begann er Prosa zu schreiben.