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Pressestimmen
www.socialnet.de Februar 2009: In seiner Einführung in das Praxisbuch spricht Gillich von „Modernisierungsverlierern“ und weist damit auf eine gesellschaftspolitische Haltung hin, die in fast allen Artikeln des Buches wieder zu finden ist. Er stellt die Frage, wie professionelles Handeln im Kontext der genannten Arbeitsfelder und der vorangegangenen gesellschaftlichen Zustandsbeschreibung zu verorten ist. Dabei verweist er auf die bundesweiten Standards / Prinzipien die für die Arbeitsfelder Streetwork / mobile Jugendarbeit gelten. Am Begriff der Parteilichkeit macht Gillich die Notwendigkeit deutlich, im Rahmen einer Qualitätsdebatte, Begriffe inhaltlich zu reflektieren und theoretisch zu bestimmen, um daraus professionelles Handeln ableiten zu können. Unter der Überschrift „Neue Konzepte“ verweist Gillich auf die Notwendigkeit einer eindeutigen sozialräumlichen Orientierung in der Arbeit mit den Adressaten und konstatiert auch neue Kooperationen mit ehrenamtlichen Helfern. Anschließend gibt er einen kurzen Überblick zu den einzelnen im Praxisbuch enthaltenen Artikeln. Im ersten Kapitel des Praxisbuches finden sich zwei Artikel von Titus Simon und Uwe Buchholz/Peter Stotz die sich grundsätzlich mit den gesellschaftspolitischen Entwicklungen befassen. Simon bezieht seinen Text explizit auf die Arbeitsfelder Streetwork, mobile Jugendarbeit. Zunächst wird die Frage der Bezahlung der Beschäftigten in diesen Arbeitsfeldern kritisch angemahnt. Simon kritisiert dann sehr grundsätzlich die Entwicklung einer immer repressiver werdenden sozialen Arbeit in Richtung eines unzumutbaren Aktivierungsparadigmas der Adressaten. Indem er fragt, was zu tun ist, bietet er auch Handlungsansätze, die zum Beispiel Netzwerkarbeit in den Fokus professionellen Handels bringen. Der Artikel führt gut und beispielhaft in die Thematik ein und macht den notwendigen Professionalisierungsdiskurs deutlich. Insbesondere die deutliche Haltung und klare Positionierung macht berufliche Identität sichtbar. Der zweite Artikel unterstützt die Beispielhaftigkeit und macht den Anspruch des Buches ein Praxisbuch zu sein noch deutlicher. Anhand der Erfahrungen im Umgang mit dem vierten Gesetzt für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt machen die Autoren die prekäre Situation für die Adressatengruppe der Straßensozialarbeit deutlich. Im zweiten Kapitel des Praxisbuches befassen sich die Autoren mit den Grundlagen professionellen Handelns in den Arbeitsfeldern. Die beiden ersten Artikel sind sicher als Grundlagentexte zu verstehen, bieten also keine neuen oder aktuellen Erkenntnisse. Beide Artikel sind im Sinne eines Praxisbuches als methodisches Handwerkzeug zu identifizieren. Im Sinne innovativer Ausblicke und der Anpassung auf Veränderungen, die auch bei den Adressaten zu verzeichnen sind, lassen beide Autoren Fragen offen. Der 3. Artikel über das neue Zuwanderungsgesetz ist informativ und auch als Grundlagenlektüre einzuordnen. Wobei mir die Zuordnung dieses Textes in diesem Kapitel verschlossen bleibt, da aus den Erkenntnissen keine notwendigen Handlungspraktiken abgeleitet werden. Der Text von Steimle und Länge befasst sich mit Möglichkeiten der Finanzierung Sozialer Arbeit und beschreibt insbesondere das Konzept des Fundraising. Der Artikel fasst gut alle wesentlichen Aspekte zusammen und kann als Nachschlagewerk hervorragend genutzt werden. Das Ergebnis seiner Darstellung ist, dass man um einige moderne, dem Sozialmanagement entnommene Konzepte nicht herum kommt. Der letzte Text in diesem Kapitel von Wolfer befasst sich sehr grundsätzlich mit sozialpädagogischen Handlungsansätzen und knüpft damit an die Traditionen einer partizipativen und präventiven Arbeit mit dem notwendigen sozialpädagogischen Blick der Professionellen an. Die von ihm konstatierte Verantwortung von Profession und Disziplin bleibt etwas vage. Dem Leser bleibt verschlossen, warum der Autor hier nicht den Diskurs einer Sozialarbeitswissenschaft aufnimmt, die versucht sowohl die handlungsprakmatische (Profession) als auch die wissenschaftstheoretische (Disziplin) Ebene zu vereinen. Dem Rezensent ist dabei die Kontroverse um den Begriff Sozialarbeitswissenschaft durchaus bewusst, ideologiefrei scheint es angemessen diesen Bezugsrahmen zur inhaltlichen Profilierung zu nutzen. Das folgende Kapitel setzt sich mit Konzepten professionellen Handels auseinander und will praktische Einblicke in das Arbeitsfeld geben. Der erste Text von Dölker und Klaus befasst sich mit einem Thema, welches im Kontext dieses Fachdiskurses wohl nicht fehlen darf: Aspekte eines kritischen Dialogs zwischen Streetwork und Polizei. Der Artikel besticht durch seine Objektivität und zeigt Kooperationsmöglichkeiten mit der Polizei auf. Obwohl keine neuen Erkenntnisse und auch keine wesentlich neue Strategien in Haltung und Handlungen zu finden sind, wird der Dialog gesucht und thematisiert. Burn-Out ist in der Sozialen Arbeit nach wie vor ein tabuisiertes Thema, daher ist es wichtig, dass es im Rahmen einer Tagung und im Praxisbuch benannt wird. Allerdings gelingt es der Autorin nur bedingt die Spezifika des Arbeitsfeldes Streetwork in den Fokus ihrer Betrachtungen zu stellen. Insbesondere für die dort Tätigen hätte sich die Selbsterkenntnisebene hier herausarbeiten lassen. Die möglichen Interventionsstrategien sind hilfreich zusammengefasst und geben erste Impulse zu selbstreflektiertem Handeln. Der folgende Text von Müller und Willms ist erfrischend praxisnah und fesselt den Leser durch exzellent gewählte Beispiele. Die Frage neuer Wohnungsnot bei jungen Erwachsenen wird fachlich gut aufbereitet und gibt Einblicke in die konkrete Lebenswelt der Adressaten. Dabei werden sozialpädagogische Arbeitsansätze expliziert. Hoffmann und Maisch befassen sich in ihrem Text Schule und Gewalt mit einem „Dauerbrenner“. Sie stellen das Konzept SMOG vor und geben damit gute Impulse zur strukturierten Konzeptarbeit. Blick zurück und nach vorne ist die Überschrift über den Text von Kiebel, der die Leserin und den Leser in die Historie der Straßensozialarbeit entführt und den Stand des heutigen Fachdiskurses auf den Punkt bringt. Ein aufwendiger Artikel, der vor allem durch eine ausführliche und umfangreiche Rechercheleistung besticht. Der letzte Artikel in diesem Kapitel beschreibt die Notwendigkeit interkultureller Kompetenz im Arbeitsfeld. Vielleicht hätten die Autoren, inspiriert durch den Anspruch der Tagung, auch neuere Konzepte und Denkansätze zu diskutieren, das Konzept der interkulturellen Arbeit in den Diskurs des Diversity Ansatzes einbetten sollen. Insbesondere für die im Arbeitsfeld tätigen erschließen sich wirklich wesentliche Erkenntnisse für die Arbeit. Das vierte Kapitel befasst sich mit dem Ausblick in andere Länder und versucht fachliche Standards zu vergleichen. Die gewählten Beispiele sind gut lesbar und nachvollziehbar, obwohl leider die Ausführungen aller Autorinnen und Autoren hier eher knapp sind und viel Fragen offen bleiben. Ansätze in anderen Ländern müssen stärker im gesellschaftlichen Kontext des einzelnen Landes reflektiert werden und dienen nur marginal dem Erkenntnisgewinn bezogen auf professionelles Handeln im eigenen Land. Dieser Kommentar soll nicht ignorant wirken, sondern eher anspornen, nicht inflationär drei oder vier Beispiele anderer Gesellschaften deskriptiv aneinanderzureihen, sondern ein Beispiel analytisch ins Verhältnis zu eigenen Erfahrungen und Rahmenbedingungen zu setzen und fachlich zu verwerten. Fazit Die Thematik der Tagung und des Praxisbuches ist nach wie vor sozialarbeiterisch und insbesondere sozialpädagogisch hoch relevant. Eine veränderte Welt und sich andauernd verändernde Lebensbedingungen für die Menschen haben insbesondere auf die Gruppe der Benachteiligten verheerende Auswirkungen. Die unterschiedlichen Beiträge fassen den im Arbeitsfeld verorteten fachlichen Diskurs gut zusammen und geben einen guten Überblick über die verschiedenen Betrachtungsebenen und möglichen Handlungsansätze. Das Buch wird seinem Anspruch ein Praxishandbuch zu sein im Wesentlichen gerecht. Der Verzicht auf tiefer gehende theoretische Ansätze, liegt im Wesen eines solchen Buches. Die Qualität der Texte ist unterschiedlich, es sind für die Leser unterschiedliche Erkenntnisebenen erfasst worden. Das Buch ist für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Arbeitsfeld Streetwork und mobile Jugendarbeit sicher nur mit geringem neuen Erkenntnisgewinnen verbunden, allen anderen wird ein guter Über. Einblick in die Arbeit gewährt. http://www.socialnet.de/rezensionen/4302.php
www.cosmos-apotheke-mannheim.de , 20. April 2007: Stefan Gillich stellt Ihnen als Herausgeber ein informationsreiches Buch zur Verfügung! Er stellt die Frage, welche Methoden und Denkmodelle Streetwork und Mobile Jugendarbeit heute benötigen.
www.tattersall-apotheke.de , 28. Februar 2007: Stefan Gillich stellt Ihnen als Herausgeber ein informationsreiches Buch zur Verfügung! Er stellt die Frage, welche Methoden und Denkmodelle Streetwork und Mobile Jugendarbeit heute benötigen. Die Auswirkung von Harz IV, Grundlagen und Konzepte des professionellen Handelns, sowie Standards und Praxiserfahrungen in anderen Ländern erwarten Sie. 316 Seiten aktueller Inhalt, mit praktischen und theoretischen Tipps und Überlegungen warten auf Sie! Für alle am sozialen Bereich Interessierte! Bewertung: sehr gut.
News Jumbo, Nr. 17, Dezember 2006: ...der hohe fachliche Gehalt der Beiträge und ihre Praxisnähe laden die Leserinnen und Leser dazu sein, sich einige Gedanken für die Optimierung von Streetwork und Mobiler Jugendarbeit in ihrem bzw. seinem Umfeld zu machen.
Institut für Praktische Theologie, September 2006: Die Textsammlung "Professionelles Handeln auf der Straße" tritt mit dem Anspruch an, ein Arbeitsbuch für Praktikerinnen und Praktiker des Streetwork bzw. der Mobilen Jugendarbeit zu sein.
Jugendhilfe Report, 2/2006: Durch die Nähe zu den Menschen, ihre direkten Zugangsformen und die Orientierung an den Bedarfslagen der Menschen bieten Streetwork und mobile Jugendarbeit eine Chance, der Ausgrenzung und Endsolidarisierung entgegenzuwirken.
wohnungslos, 2/2006: ...ist wiederum ein informatives Kompendium an Beiträgen entstanden, die einen weiten Bogen spannen - von sozialpolitischen - und sozialrechtlichen Entwicklungen über Finanzierungsfragen bis hin zu methodischen Grundlagen, von innovativen Ansätzen in der Jugend- und Wohnungslosenhilfe bis hin zu Erwartungen aus dem europäischen und außereuropäischen Ausland. Für "Zeitaktrobaten", die mit vergleichsweise wenig leserischem Aufwand eine beeindruckende Breite und Tiefe an Informationen sammeln wollen, eine gute Wahl.
Jugendhilfe Report, 2/2006: Das Praxisbuch bündelt zentrale Themen, bereitet für die Arbeit auf der Strasse vor und bietet Grundlagen für die Weiterentwicklung professionellen Handelns.
Sozialmagazin, Juni 2006: Für “Zeitakrobaten”, die mit vergleichsweise wenig leserischem Aufwand eine beeindruckende Breite und Tiefe an Informationen sammeln wollen, eine gute Wahl.
Sozialmagazin, April 2006: Neuerscheinung: Buchtip.
Sozialextra, März/April 2006: Das Praxisbuch bündelt zentrale Themen, bereitet für die Arbeit auf der Strasse vor und bietet Grundlagen für die Weiterentwicklung professionellen Handelns.
dt. jugend, H. 4 / 2006:
BAG-SB Informationen, Heft 1/2006: Das Praxisbuch bündelt zentrale Themen, macht fit für die Arbeit auf der Straße und bietet Grundlagen für die Weiterentwicklung professionellen Handelns.
aej informationen, Nr.1 / 2006: Durch die Nähe zu den Menschen, ihre direkten Zugangsformen und die Orientierung an Bedarfslagen der Menschen bieten Streetwork und Mobile Jugendarbeit eine Chance, der Ausgrenzung und Entsolidarisierung entgegenzuwirken.
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